BRANDSCHUTZ VON HOLZ

HOLZPRODUKTE UND BRANDSCHUTZ

Die Flexibilität, Langlebigkeit sowie die ästhetischen und ökologischen Werte von Naturholz haben die Entwicklung neuer Holzprodukttechnologien inspiriert. Sie verbessern die Eigenschaften von Holz und ermöglichen den Bau von mehrstöckigen Holzgebäuden nach geltenden Bau- und Brandschutzvorschriften.

 

 

BRANDSCHUTZLÖSUNGEN FÜR HOLZ
 

Die Anforderungen der Brandschutznormen für Holzbauten sind nach internationalen, nationalen und lokalen Bauvorschriften hoch. In Europa bilden die europäischen Baunormen den Kern der Anforderungen. Eurocode 5 beschreibt die Gestaltung von Holzgebäuden mit Holz in Voll-, Schnitt-, Hobel- oder Mastform, Brettschichtholz oder Holzwerkstoffen (z. B. KLH und FSH) oder Holzwerkstoffplatten. Dazu gehören auch die baulichen Brandschutzbestimmungen.
 

Die europäische Brandprüfung von Bauprodukten basiert auf den Klassifizierungskriterien nach folgenden standardisierten Prüfungen:

1. Prüfungen zum Brandverhalten von Produkten – Nichtbrennbarkeitsprüfung EN ISO 1182

2. Prüfungen zum Brandverhalten von Bauprodukten – Thermische Beanspruchung durch einen einzelnen brennenden Gegenstand: EN 13823

3. Prüfungen zum Brandverhalten – Entzündbarkeit von Produkten bei direkter Flammeneinwirkung EN ISO 11925-2

 

So erfüllen beispielsweise Holzprodukte, die mit Brandschutzmitteln von Nordtreat behandelt wurden, die Anforderungen der Brandschutzklasse B-s1,d0. Das bedeutet, dass die Produkte in sehr geringem Maße zum Brand beitragen, ihre Rauchentwicklung sehr begrenzt ist und kein brennendes Abtropfen/Abfallen auftritt.

Die Anforderungen an den Brandschutz von Baustoffen sind in die Klassen A1, A2, B, C, D, E und F eingeteilt. Die Rauchentwicklung wird in die zusätzlichen Klassen s1, s2 und s3 und brennendes Abtropfen/Abfallen in die Klassen 0, d1 und d2 eingeteilt.

 

DIE BRANDSCHUTZKLASSEN HABEN FOLGENDE MERKMALE:


A1 Produkte tragen überhaupt nicht zum Brand bei.

A2 Produkte tragen in extrem begrenzten Umfang zum Brand bei.

C Produkte tragen begrenzt zum Brand bei.

D Produkte tragen hinnehmbar zum Brand bei.

E Das Brandverhalten der Produkte ist hinnehmbar.

F Keine Reaktion auf das Brandverhalten bestimmt.

s1 Die Rauchentwicklung ist sehr gering.

s2 Die Rauchentwicklung ist mittel.

s3 Die Rauchentwicklung entspricht nicht den Anforderungen der Klasse s1 oder s2.

d0 Kein brennendes Abtropfen/Abfallen.

d1 Brennendes Abtropfen/Abfallen mit sehr geringer Nachbrennzeit (unter 10 Sekunden).

d2 Brennendes Abtropfen/Abfallen entspricht nicht Anforderungen der Klasse d0 oder d1.

 

BRANDSCHUTZMETHODEN FÜR HOLZPRODUKTE

Holz ist gleichzeitig ein brennbarer und feuerfester Werkstoff. Im Brandfall verkohlen unbehandelte Hölzer gleichmäßig mit einer Geschwindigkeit von ca. 1 mm pro Minute, sodass ihr Verhalten im Brandfall genau vorhergesagt werden kann.

Die erforderliche Feuerwiderstandsfähigkeit von Holzkonstruktionen kann durch Hinzufügen der Größe der Konstruktion, durch Hinzufügen einer Schutzverkleidung, durch Verwendung eines nicht brennbaren Dämmmaterials und durch Verbesserung der Feuerwiderstandsfähigkeit der Holzkonstruktion mit einer feuerhemmenden Behandlung erreicht werden. Die industrielle Brandschutzbehandlung kann durch Druck- oder Vakuumtechnik, durch Sprühen, Bürsten oder Tauchen erfolgen.

Für Holzplatten im Innen- und Außenbereich ist die Behandlung mit Brandschutzmitteln die gebräuchlichste Methode, um das Brandverhalten des Produkts zu verbessern. Neben der industriellen Behandlung kann das Brandschutzmittel auch manuell im Zuge des Bauprozesses aufgebracht werden.


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Opinmäki schule, Espoo, Finland - Esa Ruskeepää Architects

 

BRANDSCHUTZMITTEL FÜR HOLZPRODUKTE

Brandschutzmittel bzw. Flammschutzmittel sind Substanzen, die dazu dienen, die Ausbreitung von Bränden zu verlangsamen, zu stoppen oder deren Intensität zu verringern. Diese wird üblicherweise durch eine chemische Reaktionen erreicht, die die Entflammbarkeit verringert oder die Verbrennung des geschützten Materials verzögert. Brandschutzmittel können das Material auch durch physikalische Einwirkungen oder endotherme chemische Reaktionen kühlen.

Für Holzprodukte stehen Brandschutzmittel als Lacke und Sprays zur Verfügung, die sowohl manuell als auch industriell aufgebracht werden können. Auch eine industrielle Behandlung mit Druck und Vakuum ist möglich.


puukuokka5Foto: Puukuokka - OOPEAA

 

Brandschutzmittel können für viele Anwendungen von Bauholzprodukten eingesetzt werden: Dazu gehören Holzwerkstoffe, Fassaden, Inneneinrichtungen und Auskleidungen.

Zu den Brandschutzmitteln gehören traditionell Schadstoffe wie Borsäure, Bor, Bromide, Formaldehyd und Ammoniak. Eine solche Behandlung erfordert zudem eine separates dekoratives Finish, was die Bauzeit und die Kosten erhöht.

Die von Nordtreat entwickelten Brandschutzmittel der neuen Generation sind pH-neutrale, wasserbasierte Lösungen ohne toxische Substanzen. Sie beeinflussen die Pyrolyse von Holz, indem sie eine schützende Verkohlungsschicht bilden. Auf diese Weise behandeltes Holz setzt zudem Wasserdampf frei, der die Temperatur der Verbrennungsreaktion senkt und so die Ausbreitung von Feuer verlangsamt.

Im Idealfall verbessern Brandschutzmittel das Verhalten von Holz auch auf andere Weise, z. B. durch den Schutz gegen Sonnenlicht und die Vermeidung von Witterungseinflüssen sowie die Erhöhung der natürlichen Beständigkeit des Holzwerkstoffes gegen Schimmel und Pilze, wie es die Produkte von Nordtreat tun.

 

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DAUERHAFTIGKEIT DER BRANDSCHUTZBEHANDLUNG

Die Qualität der Brandschutzlösung zusammen mit der Behandlungsmethode und den Behandlungszeiten bestimmt die tatsächliche Brandschutzleistung des Holzproduktes. Der einfachste und sicherste Weg ist es, sich für industriell mit Brandschutzmittel behandelte Holzprodukte von einem zertifizierten Lieferanten zu entscheiden.

Zertifizierte Holzprodukte, die mit NT DECO behandelt wurden, behalten beispielsweise ihre Brandschutzeigenschaften im Innenbereich, es sei denn, die Holzprodukte werden mechanisch durchtrennt. Im Außenbereich ist die Nachbehandlung nach 10 Jahren erforderlich. Die Nachbehandlung muss mit dem gleichen Produkt wie dem ursprünglich verwendeten durchgeführt werden.

VISUELLE OPTIONEN FÜR BRANDSCHUTZMITTEL

Brandschutzmittel für Holz sind in Deckfarben und in lichtdurchlässigen (farblosen oder getönten) Beizen erhältlich. Das Brandverhalten dieser Optionen hängt von dem gewählten Brandschutzmittel und der Behandlungsmethode ab.

Holz wird im Bauwesen wegen seiner vielen Vorteile verwendet. Einer davon ist die natürliche Optik und Haptik mit schönen Maserungsstrukturen. Sie bieten eine natürliche Variierung der sichtbaren Oberflächen.

Wenn die Optik von Naturholz mit Maserung bevorzugt wird, ist lichtdurchlässiges Brandschutzmittel die richtige Wahl. NT DECO ist farblos oder in tausenden von Farbschattierungen erhältlich.

Die farblose Option behält die natürliche Farbe des Holzes bei, während die getönte Variante unbegrenzte Möglichkeiten für die Gestaltung mit Farbe bietet.

 
Foto: Villa Riihi - Seppo Mäntylä

NACHHALTIGKEIT VON BRANDSCHUTZMITTELN

Der Einsatz von Holz nimmt aufgrund seiner vielen Vorteile und der sich entwickelnden Nachhaltigkeitsanforderungen für den Bau von Gebäude zu. Traditionell enthalten viele industrielle Behandlungsmethoden von Holz Substanzen, die für Mensch, Tier und/oder Umwelt schädlich sind.

Die heutige Technologie bietet ungiftige Optionen auch für Brandschutzmittel, ohne dabei Kompromisse bei der Leistung eingehen zu müssen. Die Brandschutzmittel von Nordtreat sind wasserbasiert, pH-neutral und enthalten nur patentierte Verbindungen und ungiftige Zusatzstoffe in Lebensmittelqualität.  

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