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3 5 2021 | Inspiration | Brandschutz | Holzbau

Die Wahl lichtdurchlässiger Brandschutzmittel für verschiedene Holzarten

Wie lichtdurchlässige Farbe bei der Brandschutzbehandlung von Holzprodukten verwendet wird, hängt neben verschiedenen anderen Faktoren von der Holzart ab. Wenn ein Brandschutzmittel für ein Holzprodukt der Brandklasse B-s1, d0 einen bestimmten lichtdurchlässigen Farbton haben soll, ist es am besten, bei Nordtreat Farbproben anzufordern.

Farbexpertin Taru Huokuniemi erläutert, warum die Farben von Brandschutzmitteln von der jeweiligen Holzart abhängen und wie Nordtreat Planer bei der Wahl der richtigen Farbe unterstützt.
Das Brandschutzmittel NT DECO der neuen Generation ermöglicht den Schutz von Holz der europäischen Brandklasse B-s1, d0 und gleichzeitig die Nuancierung im gewünschten lichtdurchlässigen Farbton. Dies erfordert eine gleichmäßige Absorption der Menge an Brandschutzmittel, die im Zertifikat für die Oberfläche des Holzprodukts angegeben ist. Gleichzeitig muss gewährleistet werden, dass im Endergebnis der gewünschte Farbton des lichtdurchlässigen Brandschutzmittels erzielt wird.

 

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Die Brandschutzmittel von Nordtreat sind derzeit für Platten aus Fichten-, Lärchen- und Zedernholz der europäischen Brandklasse B-s1, d0 zur Verwendung in Innen- und Außenbereichen zugelassen. Diese Produkte von Nordtreat können auch für den Brandschutz in Industrieumgebungen zertifiziert werden. Zusätzlich hat Nordtreat die Brandschutzbehandlung von Brettsperrholz aus Fichte sowie Brettschichtholz und Blockhausprofilwänden aus Kiefer zertifiziert.

 

SO WIRKT SICH DIE HOLZART AUF DEN FARBTON DES BRANDSCHUTZMITTELS AUS


Viele Holzarten sind für das Bauwesen geeignet, aber in Europa wird zum Beispiel für Verkleidungsplatten und Massivholzkonstruktionen (wie Brettsperrholz-Elemente) am häufigsten Nadelholz verwendet: Fichte (Picea abies) und Lärche (Larix sibirica oder Larix decidua) sowie manchmal Zeder (e.g. Thuja pliccata). Für den Blockbau werden sowohl Fichte als auch Kiefer (Pinus silvestris) verwendet. Für Innenverkleidungen werden oftmals auch Laub- und Harthölzer eingesetzt.

Bei der Wahl eines lichtdurchlässigen Brandschutzmittels ist es wichtig, Folgendes zu beachten:


1. Die Farbe der Holzart wirkt sich auf die endgültige Färbung aus

Auf einer Farbtafel kann die natürliche Farbe der zu behandelnden Oberfläche nicht berücksichtigt werden. Fichtenholz hat eine helle, gleichmäßige Färbung, während zum Beispiel Lärchenholz, je nach Herkunft und Art, grünliche oder rötliche Nuancen haben kann. Diese natürlichen Färbungen der zu behandelnden Oberflächen müssen daher in die Planung einbezogen werden, da sie sich auf die endgültige Farbe auswirken.


2. Die Absorption des Brandschutzmittels hängt von der Dichte der jeweiligen Holzart ab

Die Dichte der verschiedenen Holzarten beeinflusst, wie Brandschutzmittel von den Zellen der Holzoberflächen absorbiert werden. Kiefernhölzer haben eine porösere Zellstruktur als die meisten Harthölzer. Daher müssen für eine gleichmäßige Absorption der erforderlichen Menge Brandschutzmittel zum Beispiel bei Fichtenholz in der Regel weniger Schichten aufgetragen werden als bei Lärchenholz, das eine wesentlich höhere Dichte hat.

 

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AUCH DIE HOLZQUALITÄT WIRKT SICH AUF DIE ENDGÜLTIGE FARBE AUS

 

Der Farbton von Oberflächen, die mit einem lichtdurchlässigen Brandschutzmittel entsprechend ihrer Brandklasse behandelt werden, hängt außerdem davon ab, wie rau die Oberfläche des Holzprodukts ist. Die zu behandelnde Holzfläche kann glatt oder etwas rauer, das heißt, fein gesägt sein. Aber auch die Breite und das Profil der Platte sowie die Größe der Fläche oder die Umgebung der Konstruktion können sich auf den letztendlichen Farbton auswirken.


1. Ein Anrauen der Oberfläche erhöht die Absorption des Brandschutzmittels

Die Oberflächenqualität wirkt sich auf die Absorption des Brandschutzmittels aus. Wird die Oberfläche durch Hobeln geglättet, verschließt sich die Holzstruktur. Daher muss das Brandschutzmittel auf gehobelte Flächen in mehr Schichten aufgetragen werden als bei raueren, fein gesägten Flächen.

Auch sollten gehobelte Flächen grob angeschliffen werden, um sie etwas aufzurauen. Der hierbei entstehende Schleifstaub muss vor der Schutzbehandlung entfernt werden. Auf diese Weise wird die Absorption verbessert und auch der Farbton wird gleichmäßiger und ansprechender.

2. Auswirkungen von Form, Größe und Umgebung auf den Farbton

Auch die Breite, das Profil und die Installationstechnik von Verkleidungsplatten in Innen- und Außenbereichen wirken sich auf die Optik des gewählten Farbtons am fertigen Gebäude aus. Die durch die Beschaffenheit der Oberfläche und die Installationstechnik entstehende Struktur generiert Schattierungen, die die Farbe dunkler wirken lassen.

Auch auf sehr großen Flächen wirken Farben wesentlich dunkler als auf kleinen. Und schließlich wird der Farbton von weiteren Faktoren beeinflusst, wie von den Lichtverhältnissen, den Farben angrenzender Flächen und dem Größenverhältnis zwischen verschiedenen Bereichen.

 

EINE PROBE AUS DEM GEWÜNSCHTEN FARBSCHEMA ERLEICHTERT DIE AUSWAHL


Wird der Farbton des lichtdurchlässigen Brandschutzmittels direkt von einer Farbtafel gewählt, weicht das endgültige Farbergebnis auf der Holzfläche meistens etwas ab. Das liegt daran, dass Papier einen anderen Glanz und eine andere Oberflächenstruktur hat als das Holz mit einer anderen Grundfarbe und einer anderen Struktur. Ähnlich verhält es sich bei digitalen Farbkarten.

 

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Daher ist es empfehlenswert, bei Nordtreat Farbmuster aus Holz zu bestellen, die mit lichtdurchlässigem Brandschutzmittel behandelt sind.


„Je nach benötigtem Farbschema können wir jeden gewünschten Farbton erzielen. Standardmäßig bieten wir Farbmodelle nach den Farbsystemen RAL 840 und NCS S sowie unsere eigenen Nordic Hues für gehobeltes und fein gesägtes Fichtenholz an“, erklärt Taru Huokuniemi, Leiterin der Abteilung Forschung und Entwicklung bei Nordtreat.


Sollen Holzprodukte geschützt werden, die nicht aus Fichte sind, werden die besten Ergebnisse erzielt, wenn sowohl ein Farbmuster als auch Proben der zu behandelnden Produkte bei Nordtreat eingesendet werden. Auf diese Weise können so präzise wie möglich Farbproben für das letztendlich verwendete Brandschutzmittel erstellt werden. Für rötliches oder grünliches Lärchenholz muss zum Beispiel das Brandschutzmittel in einem anderen Farbton gewählt werden, um einen bestimmten Farbeffekt zu erzielen.

 

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Soll der gleiche Farbton erzielt werden, den ein anderes Produkt oder Material am gleichen Ort hat, empfiehlt es sich, Nordtreat ein Modell in der effektiven Farbe zu senden. Das können zum Beispiel Proben von Fliesen, Beton oder Tapete sein. Diese Farbmodelle werden dem Kunden, der die Farbproben angefordert hat, im Anschluss zurückgesendet, sodass er sein Modell mit der Farbprobe von Nordtreat vergleichen kann. Beim Vergleich der Farben unterschiedlicher Materialien sollte jedoch berücksichtigt werden, dass aufgrund der Materialunterschiede geringfügige Farbabweichungen auftreten können.

HOCHWERTIGE PIGMENTE FÜR DEN GEWÜNSCHTEN FARBTON


Die von Nordtreat verwendeten Farbpasten haben die höchstmögliche Qualität und sind sehr farbbeständig. Ferner sind sie UV-beständig und daher auch für die Verwendung in Außenbereichen geeignet. Die Farbe verändert sich nicht, kann im Verlauf der Zeit aber etwas verblassen.

In Innenbereichen können Lichtquellen Metamerien verursachen, das heißt, die Farbe kann bei unterschiedlichen Lichtquellen anders wirken. Die Farben NT DECO sind so konzipiert, dass solche Metamerien so gering wie möglich gehalten werden.

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